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Isla Navarino & Smaragde

Puerto Navarino

Nach ein paar Tagen geht es mir langsam besser. Eigentlich hat mich an der Isla Navarino immer der „Dientes de Navarino Trek“ interessiert, eine viertägige Wanderung um einen Berg, der wie ein kaputter Zahn aussieht. Das steht diesmal weder zeitlich noch gesundheitlich auf dem Programm. Auch die kleineren Wanderungen muss ich verschieben. Als ich endlich mit meiner Arbeit beginne, hat meine Reise so langsam wieder Sinn. Kranksein kann ich auch zu Hause im Kreis meiner Familie. So besuche ich das Museum und führe nach und nach Interviews mit den unterschiedlichen Bewohnern von Puerto Williams, quasi der „Hauptstadt“ der Insel. Es sind kurze Interviews, die thematisch eine sehr klare Fragestellung verfolgen. Mir macht es einfach immer wieder Spaß, durch meine Arbeit die Menschen in verschiedenen Teilen der Welt kennen zu lernen und so diese Welt schrittweise ein bisschen mehr zu verstehen. Puerto Williams wird eigentlich […]

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Aufbruch ans Ende der Welt

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Ushuaia in Argentinien verkauft sich als solches und ist auch mein vorläufiges Ziel, doch eigentlich soll es auf die Isla Navarino gehen – einen Katzensprung über den Beagle Kanal, noch weiter südlich von Feuerland. Und die Isla Navarino gehört zu Chile. Als ich Mitte Jänner zu dieser Reise aufbreche, ahne ich nicht, dass die Überfahrt von Argentinien nach Chile so kompliziert sein kann. Denn Ushuaia liegt so nah, viel näher als die chilenische Stadt Punta Arenas… Frühmorgens um 4 Uhr am Tag meiner Abreise ist sie schlagartig wieder da, die Reiselust! Vorbei sind der „Vorbereitungsstress“ und die fieberhaften Überlegungen, was denn nicht noch alles zu erledigen wäre. Mein Herz klopft. Abenteuerlust und Neugierde lassen Schmetterlinge im Bauch tanzen. Und doch bin ich ruhiger als sonst. Ich fühle mich getragener. Obwohl ich zunächst allein unterwegs sein werde, habe ich ein klares Ziel und einen Arbeitsauftrag […]

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Salida

Dokumentarfilm – in Entwicklung Auf der Suche nach dem alten Wissen der Menschheit reist „Salida“ zu Urvölkern in fremde Welten. Menschen die materiell nichts haben, und von Herzen zu geben bereit sind, die von der Zerstörung unseres Planeten am unmittelbarsten betroffen sind, geben Einblick in ihren Alltag. In ihren Augen entdecken wir, dass das Wissen um die Kraft der Liebe universell ist und vielleicht tatsächlich im Stande ist, ganze Berge zu versetzen.

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Referenzen

Ein Querschnitt durch Auftragsarbeiten als Teil meines filmischen Schaffens.   DIRECTOR’S SHOWREEL Zusammenschnitt von Image-, Werbe-, Kurz- und Dokumentarfilmen (2006 – 2014)   AUTOFASTEN – Heilsam in Bewegung kommen 3 Kampagnenfilme, Österreich 2014 Auftraggeber: Haus der Begegnung Innsbruck (Auch 20- und 30-Sekunden Version für Kinowerbung) Augenmerk auf den emotionalen Reichtum eines körperlich bewegten Lebensstils, um zu zeigen, was ich durch andere Fortbewegung als mit dem Auto beziehungsweise durch eine bewusste Art der Fortbewegung dazu gewinne, wie es mich bereichert!   SKISCHULE LECH Imagefilm, Österreich 2010 Auftraggeber: Skischule Lech Produktion: Eidolon Entertainment   NUHROVIA – Produktfilm Österreich 2013 Auftraggeber: Nuhrovia GmbH 

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Vom Aufweichen der Fronten

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10 Uhr Das erste Interview des Tages mit der wunderbaren Nelly Carrasco von Radio „Nuevo Mundo“ (=Neue Welt). Amaro hat es am Vorabend eingefädelt, als wir in der Casa del Sol zusammen saßen. Außer einigen von der Band war niemand zur Filmvorführung gekommen. Sie stellen uns den Raum zur Verfügung, aber es ist verständlich, dass sie mit der Organisation für ihr Konzert im Stadion zwei Tage vorher nicht die notwendige Zeit hatten, zusätzliches Publikum für IM FLUSS DES LEBENS zu generieren. Trotzdem ist es gut, Dank dieses Anlasses Zeit für persönlichen Austausch zu finden, woraus bald weitere Zusammenarbeit entstehen kann – für Edaniel sogar sehr bald! Nelly ist einer der Menschen, die ihre Arbeit mit Leidenschaft und Freude machen. In jeder ihrer Fragen merkt man das persönliche Interesse und ihre Neugierde am Leben. Die Stunde mit ihr im Studio vergeht wie im Flug. Unter diesen Voraussetzungen […]

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Gedenkmarsch & Trockenobst

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Ein Ereignis folgt auf das andere! Heute sollen wir an dem alljährlichen Gedenkmarsch zum Putsch von 1973 mitmarschieren. Edaniels Tante ist aktiv dabei; ihr Mann wurde damals ermordet, sie war schwanger, und ist heute noch politisch aktiv. Die unterschiedlichen linken Gruppierungen versammeln sich und marschieren drei Stunden bis zum Friedhof, wo der „Desaparecidos“ (der Verschwundenen) und der Ermordeten gedacht wird. Parolen werden gerufen, es wird gesunden, doch leider sind auch aggressive dabei, die keiner bestimmten Bewegung angehören. Zunächst läuft alles friedlich ab, und es ist ein schönes Bild, dass die unterschiedlichen Gruppen an diesem Tag einen gemeinsamen Weg gehen. Wo die Straße enger wird, wird es jedes Jahr brenzlig, meint die Tante. Und siehe da, schwarz gekleidete und vermummte Jugendliche laufen auf einmal durch den Marsch, beginnen zu randalieren und stänkern sogar Mitmarschierende an. Schon steht ein Panzer mit Wasserwerfern bereit. Wir sind zum […]

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Live im Stadion!

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Nun ist der Morgen des Konzerts da! Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, ein herrlicher Frühlingstag in Santiago. Edaniel soll heute Abend das Lied „Caminos de Encontrar“ live im Stadion singen! für einen Soundcheck bleibt keine Zeit mehr, da sie mit dem Bühnenaufbau hinterher hinken. Es ist nicht einfach irgendein Konzert; Sol y Lluvia veranstalten den Abend auf eigenes Risiko, ohne Sponsoren, wie dies bei Großveranstaltungen dieser Art üblich ist, um den organistorischen und finanziellen Aufwand zu bewältigen. Bekannt wurde dei Band durch ihren Wiederstand unter Pinochet. Sie gingen nie ins Exil. Zwar waren sie dem System alles andere als wohlgesonnen, doch zu bekannt, beliebt und gut organisiert, als dass sie einfach beseitigt werden konnten. Für uns ins Europa ist das kaum vorstellbar. Ich bin beeindruckt von der Kraft und dem Mut, so etwas auf die Beine zu stellen. Aus eigener Kraft! Das gibt […]

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Jetlag im Studio

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Ein eigenes Häuschen in einem netten Stadtteil von Santiago, besser geht es kaum. Überhaupt funktioniert alles wunderbar, ist hier nicht straff durchorganisiert und doch oder gerade deshalb im Fluss. Es ist die unorganisierte Ordnung der Latinos, die mich doch immer wieder auf’s Neue fasziniert. Am späten Vormittag erreichen wir Santiago und beziehen da Haus im Stadtteil Ñuñoa, das uns Roberto, den ich damals für IM FLUSS DES LEBENS interviewt habe, und seine Frau zur Verfügung stellen. Dann geht es auf zur Casa del Sol. Am Weg dorthin spazieren wir durch einen Stadtteil von Santiago, den ich noch nicht kannte, durch hübsche  Gassen, vorbei an Gallerien, einem Kino und netten Geschäften. Im Vorbeigehen kaufe ich einen Pullover, passend von einer chilenischen Designerin. Es ist kälter als erwartet, den Pullover kann ich brauchen. Die Luft ist wie bei uns im März, trotzdem prägen Palmen das Stadtbild, […]

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Regen und Tränen in La Piedra Feliz

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Der erste Lufthauch ist erfrischender und kälter als erwartete, als wir nach 24 Stunden und einem traumhaften Anflug über die schneebedeckten Berge in Santiago aus dem Flugzeug aussteigen. Zügig geht es gleich weiter nach Valparaíso, wo uns nasse Kälte erwartet – strömender Regen seit einer Woche! Zum Glück habe ich die wahren Sonnenseiten und kreative Energie der Stadt bereits vor vier Jahren kennen gelernt. Von meinem Hotelzimmer aus höre ich das Biepen der Kräne im Hafen, Motorengeräusche der großen Frachtschiffe. Vieles erinnert mich an den Anfang der Reise, auf der IM FLUSS DES LEBENS entstanden ist. In Valparaíso betrat ich damals chilenischen Boden, verbrachte einen ganzen Tag hier, bevor es nach Santiago und schließlich in den Süden weiterging. Nun, fast ganze vier Jahre später, beginnt die spontane Chile-Tour wieder in derselben Stadt. Das ist doch etwas ganz Besonderes für mich. Ganz besonders ist auch der […]

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